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Lehre

Lehrveranstaltung "Von der Geschäftsprozess-Analyse bis zur Geschäftsprozess-Überwachung"

Fachhochschule Regensburg

Wintersemester 2007/08, timetable

Rainer v. Ammon
Tutoren: Bernd Gietzelt, Sascha Uhlmann

Prozesse sind das „Nervensystem“ eines Unternehmens. Nur wenn sie richtig funktionieren, können das Unternehmen und seine Mitarbeiter erfolgreich sein. Probleme in Prozessen kosten Zeit und Geld und im schlimmsten Falle sogar Kunden. Daher muss ein Unternehmen seine Geschäftsprozesse kennen und nachhaltig steuern. Prozessverantwortliche haben die Aufgabe, zusammen mit den Mitarbeitern Prozesse zu definieren, eine Prozessorganisation einzuführen, die Kosten der Prozesse transparent darzustellen und nachhaltig zu senken, die Einhaltung bestimmter Prozessstandards sicherzustellen und die Prozesse zu überwachen.

Seit den 90er Jahren wurden zahlreiche Konzepte für das Prozessmanagement unter verschiedenen Bezeichnungen (Business Process Management (BPM), Geschäftsprozess-Analyse/Reengineering (GPA/GPR) u.a.) entwickelt. Mittlerweile gilt Prozessmanagement in vielen Unternehmen als etabliert, aber bei weitem nicht in allen Betrieben und Abteilungen. Außerdem sind diese Aufgaben nie abgeschlossen, eine sich ständig verändernde Umwelt erfordert die kontinuierliche methodengestützte Analyse und Neuorganisation von Arbeitsabläufen und Organisationsstrukturen. Geschäftsprozesse wurden in den letzten 30 Jahren immer kurzlebiger (angeblich z.B. ca. 84 Monate Lebzeit noch 1980 gegenüber 6 Monaten im Jahr 2000). Ferner müssen Geschäftsprozesse IT-seitig unterstützt werden. Solche unterstützenden IT-Services sind selbst einem dauernden Veränderungsprozess unterworfen. Geschäftsprozesse müssen deshalb sehr flexibel implementiert werden, wenn ein Betrieb in einer sich immer schneller ändernden Umwelt überleben soll. Um Geschäftsprozesse kontinuierlich verbessern zu können, müssen sie gemessen und überwacht werden. Im Sinne eines „predictive business“ sollen neuerdings Chancen und Risiken aufgrund von Ereignissen („events“) im Unternehmen und der Umwelt sowie durch automatisierte Korrelation dieser Ereignisse vorausschauend erkannt werden. Durch die Erkennung solcher Ereignismuster in Echtzeit sollen automatisierte Maßnahmen oder Warnungen erfolgen.

Namhafte Wissenschaftler und Wirschaftsanalysten sagen derzeit voraus: „The work of IT during the next twenty years will be to complete the evolution of business processes from sequences of slow-moving, disjointed applications to more responsive end-to-end, event-based straight-through flows of action.“ (Prof. Mani Chandy (Caltech University), Roy Schulte (Gartner) at the Event Processing Summit, Orlando September 2007).

Für die Modellierung von Geschäftsprozessen gibt es heute unterschiedliche Standards sowie Quasi- oder de facto-Standards. Dasselbe gilt für die Implementierung, Ausführung und Überwachung der Prozesse sowie für die Anbindung von IT-Services.

Diese Lehrveranstaltung liefert einen Überblick über die notwendigen Methoden und Werkzeuge des Prozessmanagements. Anhand von realen Anwendungsfällen („use cases“) soll das Wissen praxisorientiert vermittelt werden. In einem projektorientierten Unterricht werden Praxisbeispiele zusammen mit Vertretern der „Industrie“ durch studentische Teams umgesetzt.

Am 12.10.2007 findet dazu ab 11:45 bis ca. 17:00 von Repräsentanten von Audi (Ingolstadt), Deutsche Post (Bonn), Hamburger Sparkasse (Haspa), Quelle/Itellium/EDS (Nürnberg), TeamBank (Nürnberg) und ggf. FMSBank/HVB (zukünftig CACEIS/Credit Agricole) Vorträge und Aufgabenstellungen zu folgenden Themen statt:

- Wertschöpfungskette/Strategische Ziele des Unternehmens
- Kernprozesse
- Wie macht das Unternehmen GP-Modellierung und warum:
  eEPK, UML, BPMN?
  Neuer Ansatz von jCOM1 (subjektorientierter Ansatz)?
- Gibt es schon konkrete Pläne, die Prozesse IT-seitig
  zu unterstützen/ausführbar zu machen (z.B. BPEL, XPDL, …
  oder proprietär implementiert, z.B. wegen fehlender oder noch
  mangelhafter Standards)?
- Beispiele für Key Performance Indicators (KPI's)
- Vorstellung eines konkreten "use case", den die Studenten-Teams
  modellieren und auf Basis von BPEL implementieren und
  ggf. KPI's/Messpunkte realisieren sollen.

Bilder...
Bilder der Präsentationen beim 6. Expertengespräch...
Agenda des 6. Expertengesprächs

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zuletzt geändert am: 10 Jul 2010 12:36


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